Pastor Hans Martin Hoyer

Ich bin am 16.03.1966 in Reutlingen geboren. Als Kind von Eltern der „Evangelischen Gemeinschaft“ wuchs ich in der – ab 1968 den Namen tragenden – „Evangelisch-methodistischen Kirche“ auf. Bereits in der Sonntagsschule, der Jungschar und im Kirchlichen Unterricht hat mich Jesus Christus begeistert. Im Laufe der Jugendzeit konnte ich für mich realisieren, dass ich ein Leben mit Gott führte. Später dann war für mich der Entschluss gereift, Pastor zu werden und Theologie zu studieren. Während des Gemeindepraktikums und Studiums vertiefte sich mein Glaube sehr. Die Studienzeit – in Reutlingen und Tübingen – hat mir wertvollste Einsichten und Fertigkeiten vermittelt. Nach meiner Probezeit in Leonberg war ich als Pastor und Referent für Pädagogik im Kinder- und Jugendwerk unserer Kirche tätig. Seit September 2012 bin ich Pastor unserer Gemeinde in Göppingen. Ich bin verheiratet mit Andrea Zahn-Hoyer. Meine Söhne Fabian und Tamas sind bereits erwachsen.

 

Am Glauben an Jesus Christus begeistert mich, dass Gott eine Schwäche für die Menschen hat. Und dabei spielen Leistungsfähigkeit, Professionalität und Können der Menschen gar keine Rolle. Jede und Jeder ist für Gott ein Schatz - egal wie viel „fromme“ Erfahrung jemand mitbringt. Martin Luther nannte dies die „Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnade“ – in dieser Formulierung finde ich mich wieder. Nicht weil ICH alles recht mache, sondern weil Gott über mich sagt: Du bist mir angenehm und recht – deshalb bin ich sein Kind. Falls jemand dieselbe Erfahrung machte, gerade macht oder machen möchte: Herzlich willkommen, weil wir das gemeinsam erleben und feiern wollen. Gemeinde ist für mich der Raum, in dem „begnadigte Sünder“ ihre Beziehung mit Gott leben und für andere einladend zum Ausdruck bringen. Das Lebensalter spielt dabei gar keine Rolle: Ob Säuglinge, Kinder, Teenys, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren – jeder soll seine Vorlieben entdecken, wie sich Glaube gestalten lässt. Machen Sie mit. Ich bin dabei und freue mich auf Sie!

Ihr/Euer Pastor Hans Martin Hoyer

 

 

Freier Tag des Pastors – einfach eine Information

 

Wer in ein Ladengeschäft geht, entdeckt meist an der Tür ein Schild mit Öffnungszeiten. Es ist gut, dass diese Öffnungszeiten weitgehend geregelt sind, so dass man meist von 9.00 – 18.00 Uhr in den Geschäften einkaufen kann. Wer viel Personal hat, kann die Verkaufszeiten verlängern, wer nicht, der schließt um 18.00 Uhr oder 18.30 Uhr.

Bei Pfarrämtern hört man meist auf dem Anrufbeantworter die Sprechzeiten, ähnlich wie bei Ärzten. Was aber nicht heißt, dass die angerufenen Pfarrer oder Ärzte „nur“ in den Sprechzeiten arbeiten. Im Gegenteil, in diesen Zwischenzeiten wird all das erledigt, was stets liegen bleibt. Gerade auch bei Ärzten oder Pfarrern und Pastoren ist es an der Tagesordnung, dass sie Fachartikel lesen, um in ihrer Disziplin auf dem Laufenden zu bleiben. Wer also beim Pastor anruft, erreicht ihn meist von 9.00 - 13.00 Uhr und von 15.00 - 18.00 Uhr. Falls der Pastor nicht ans Telefon geht, ist er vielleicht bei Besuchen, Sitzungen, Gesprächen, oder unterwegs, oder ...

Das Berufsbild des Pastors ähnelt sehr einem Flickenteppich. Im letzten Jahr habe ich die zeitliche Dauer meiner Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum dokumentiert. Es ist faszinierend, was ein Pastor alles macht, und wie lange er wofür zu tun hat. Er arbeitet für die Kirche, für die Konferenz, für den Gemeindebezirk, für einzelne Gruppen und ist im engen Kontakt mit den einzelnen Menschen. Das ist einfach eine tolle Vielfalt, die mich nach wie vor sehr fasziniert.

Doch auch das Arbeiten in der Kirche und der Gemeinde kennt Höhen und Tiefen. Anstrengende, entspannende, angenehme und unangenehme Phasen gehören dazu. Eine wichtige Erfahrung war für mich im Rückblick auf die pastorale Tätigkeit ein Austarieren von Arbeits- und Freizeit. Doch dies ist ein schwieriger Balance-Akt, bei dem die wöchentlichen Anforderungen immer wieder neu ins Kalkül zu ziehen sind. Nicht immer leicht, doch sehr, sehr abwechslungsreich und motivierend.

Auf nachdrückliches Einwirken des Superintendenten sollen wir Pastoren mindestens einen ganzen Tag in der Woche frei nehmen. Und bitte, bitte darauf achten, dass unsere Arbeits- und Entspannungswaage langfristig nicht in Richtung Burn-Out zeigt.

Das ist gar nicht so einfach, wenn man die vielen Bereiche und Menschen im Blick hat, in und mit denen zusammen man gerne Gemeinde bauen möchte. Und dennoch bemühe ich mich redlich, meinen freien Tag einzuhalten. Aus diesem Grund möchte ich auf die Arbeitszeitregelung des Pastors kurz hinweisen:Anrufe nimmt der Anrufbeantworter zu allen Tages- und Nachtzeiten entgegen.Rückrufe erfolgen in der Regel sehr rasch, spätestens am nächsten Morgen.E-Mails werden schnellstmöglich beantwortet – Klärungsprozesse fordern allerdings auch mal ein paar Tage Zeit.Samstags macht der Pastor ganz frei – und falls samstags dienstliche Termine stattfinden, holt er den freien Tag eventuell nach.

Wichtig ist mir in allen Arbeitsbereichen, leicht für meine Gemeinde erreichbar zu sein. Bisher hat das gut geklappt, ich bin zuversichtlich, dass es auch weiterhin unkompliziert möglich sein wird und freue mich auf das Miteinander zwischen den freien Tagen.

Hans Martin Hoyer